15. Mai 2010, von Astrid
Dieses Jahr fällt es mir sehr schwer, im Gegensatz zu den Jahren zuvor, einen Saisonrückblick zu erstellen. Dieses Jahr fehlen auch einige Artikel auf unserer Homepage. Gründe dafür: Erstens: Ich habe immer noch nicht meinen 34er geschafft und war dieses Saison sogar sehr sehr weit davon entfernt (alleine die letzten 6 (!!!!!!!) Spiele konnte ich wegen meines Kreuzbandrisses NICHT live im Stadion verfolgen (und auch noch nicht einmal vor dem Fernseher) ). Von daher konnte ich nicht über alle Spiele etwas Sinnvolles oder Unsinniges schreiben. Zweitens: Meine Herren Vielfahrer unter den Fanclubmitglieder sind anscheinend nicht in der Lage, ihre Erlebnisse auf ihren Touren niederzuschreiben, da sie entweder a) nicht schreiben können (”Ich bin nicht kreativ genug”), b) zu betrunken auf den Touren sind
oder c) alles von den Fahrten vergessen haben aufgrund von Punkt b)
Dies wird sich ändern, meine männlichen Freunde. In der fußballlosen Sommerpause werden wir statt die WM zu gucken einen Literaturkurs und einen Kreativworkshop belegen, so dass JEDER von euch in der nächsten Saison in der Lage sein wird, einen Artikel in lyrischer Gedichtform niederzuschreiben mit dem wir den Pulitzerpreis gewinnen werden. Wenn jeder von euch sich trotz Suff einen einzigen Satz auf euren Touren merkt und ihn aufschreibt und wir diese Sätze dann hinterher irgendwie zusammenflicken, dann ergibt das einen Artikel von mindestens 3-4 Sätzen. Relativsätze sind ebenfalls durchaus erwünscht und erlaubt. Hochgesteckte Ziele für die neue Saison, aber das schaffen wir schon!
Wir erreichen unser Ziel bestimmt eher als der FC!
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11. Mai 2010, von Astrid
Eine laue Frühsommernacht in Köln. Flutlichtspiel FC gegen die Ponys (risikobereit ist die DFL ja, muss man sagen). Aber die laue Nacht ließ die Aggressionen in weiten Teilen etwas entspannen. Dafür machte der Stau aggressiv. Während ich die Geburtstagsfeier meines Vaters frühzeitig verließ und halbwegs gut durch den Freitgabendverkehr kam und alleine in der Beachbar stand, steckten Dennis, Malle-Micha und Sascha irgendwo im Kölner Stau zwischen Overrath und Stadion fest. Kai und Matthias vermutlich auch. Ochtrup kam relativ pünktlich an. Max reiste heute aufgrund der Brisanz des Spieles inkognito an, wurde aber von seinen Mitreisenden immer wieder enttarnt und als „Feigling“ und “Memme” tituliert. Im Schlepptau hatten die Ochtruper einen Gladbach-Fan (Was ihr uns bei den Spielen immer so in die Kurve anschleppt, liebe Ochtruper, unglaublich! Ich erinner mich noch gut an den Hamburger…). Doch dieser Gladbacher sang vollkommen euphorisch lautstark FC-Lieder mit uns in der Beachbar und wurde somit akzeptiert.
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8. Mai 2010, von Astrid
Heute sollten die „großen“ Bayern zu Gast in unserem Stadion sein. Die Beachbar war überfüllt mit trachtentragenden Sepplhüten. Duracell-Mäxchen fehlte am heutigen Tag. Seine Großeltern hatten ausgerechnet heute Goldhochzeit. Und schon war es heute verdammt still im Stadion. Vor dem Spiel grübelte Berti sehr lange darüber, wie er nach dem letzten Spiel die Kellnerin in ihrer Ochtruper Stammkneipe tituliert hatte. Er konnte sich nicht mehr erinnern, aber ihn plagte das schlechte Gewissen. „Ich habe doch nicht wirklich Sch… zu ihr gesagt, oder?“ versicherte er sich immer wieder bei Mayo. „Doch doch und du hast die Zeche geprellt und musst dich nun entschuldigen“ so Mayos nüchterne Antwort. Mayo erwähnte später dann noch irgendetwas von einem ominösen „Popograbscher“ an Bord bei der „Heidewitzka-Schiffstour“ nach Leverkusen. Ich kann mich an nichts erinnern!!! Aber die Buschtrommeln nach Ochtrup trommeln sehr schnell und laut.
Das heißt jetzt aber nicht, dass ihr nun immer auf dieses Ritual zurückgreifen müsst, liebe Jungs, nur damit der FC gut spielt!!! (Wobei gegen die Bayern hats ja auch geholfen, von daher…
)
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2. April 2010, von Astrid
Diesmal reisten die elitären FC-Fans, die gesamte Creme de la Creme der Fanszene in “ganz geheimer Mission” mit dem Schiff von Köln-Pochz nach Leverkusen, um in einer Nacht-und Nebel-Aktion Feindesland zu entern. Aber wir hatten wohl einen Maulwurf unter uns – das Vorhaben blieb natürlich nicht geheim
In Köln-Pochz legte unser Bötchen ab. Schön, dass ich nun auch diesen Stadtteil von Kölle kennen lernen durfte. Ein Schiff mit Kronleuchtern, vergoldeten Türgriffen auf dem Klo und edlem Teppichboden und Parkett waren das richtige Ambiente für uns Fans
Ruhrpott und Ochtrup sicherten sich sofort zwei komfortable Stehtische. Bei herrlichstem Sonnenschein und nahezu frühlingshafen Temperaturen legten wir ab.
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2. April 2010, von Astrid
Auch wenn wir NICHT masochistisch veranlagt sind, so gibt es trotzdem doch noch einen Artikel über das schmerzhafte 1:5 des FC gegen den VfB Stuttgart – Vollständigkeit muss sein, auch wenns weh tut. Das Spiel begann heiter und unbeschwert bei uns: Max nahm eine Haarprobe von mir inklusive Wurzel, bei der er meine halbe Kopfhaut abriss, anschließend betätigte er sich als Hairstylist, indem er mir eine Frisur wie Hennes empfohl mit schwarzen Streifen und Strähnchen, Mayo verteilte das Salz seiner Brezel auf meinem Kopf, da er hinter mir stand, die Raucher in unseren Reihen wurden von uns angeschwärzt und enttarnt sobald sie sich eine Zigarette anzündeten in Anlehnung an das neue Nichtraucherkonzept im Stadion: „Ordner, ich möchte eine Anzeige machen!“ No smoking please – worauf Max meinte, er würde doch nie Anzüge trage.
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3. März 2010, von Astrid
Karnevalssonntag auf Schalke. Kölsche Narren wohin man blickte. Und wie jedes Jahr lange Warteschlangen vor dem Gästeeinlass zum Stadion. Dicht an dicht gedrängt standen nun alle verkleidete Narren hintereinander vor dem Durchgang (so merkte man die Kälte und das Schneetreiben wenigstens nicht so sehr). Aber verdammt eng war es. Das Fell einer Katze vor mir kitzelte ständig in meiner Nase, der Hut eines Mexikaners rechts neben mir versperrte mir die Sicht, der Schwanz eines Krokodils schlug mir immer wieder gegen die Beine, wenn sich dieses hin und her drehte, der Säbel des Piraten links neben mir piekte dauernd in meinen Oberschenkel und immer wieder wurde ich von hinten gegen einen vor mir stehenden Löwen gedrückt, dessen Haare ich ständig im Mund hatte. Alaaf! So wurde aber wenigstens die lange Warterei draußen ein wenig bunt und unterhaltsam überbrückt. Irgendwann wurde es uns Wartenden dann doch ein wenig zu lang und ein paar Leute stimmten an “Wir sind das Volk!” , “Wir wollen rein!” , “Die Mauer muss weg!” und schon stimmte der gesamte Karnevalschor mit ein. Sonntagsdemo auf Schalke.
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