“No smoking please” oder “Gegentore wie Schneeflocken” oder “Ich trink keinen Kakao mehr” (FC-Stuttgart 1:5, 20.2.10)
Auch wenn wir NICHT masochistisch veranlagt sind, so gibt es trotzdem doch noch einen Artikel über das schmerzhafte 1:5 des FC gegen den VfB Stuttgart – Vollständigkeit muss sein, auch wenns weh tut. Das Spiel begann heiter und unbeschwert bei uns: Max nahm eine Haarprobe von mir inklusive Wurzel, bei der er meine halbe Kopfhaut abriss, anschließend betätigte er sich als Hairstylist, indem er mir eine Frisur wie Hennes empfohl mit schwarzen Streifen und Strähnchen, Mayo verteilte das Salz seiner Brezel auf meinem Kopf, da er hinter mir stand, die Raucher in unseren Reihen wurden von uns angeschwärzt und enttarnt sobald sie sich eine Zigarette anzündeten in Anlehnung an das neue Nichtraucherkonzept im Stadion: „Ordner, ich möchte eine Anzeige machen!“ No smoking please – worauf Max meinte, er würde doch nie Anzüge trage.
Dann begann das Spiel unschön zu werden. Bereits in der 13. Minute das 0:1 durch Cacau und es sollten nochein paar weitere von ihm Folgen. Mir ist der Appetit auf Kakao deswegen ziemlich vergangen (ich steig wohl doch besser wieder auf Glühwein um
). In der 20. Minute verließen Sascha und Dennis (fast wie gewohnt
) frühzeitig unseren Block. Wir wähnten sie längst in der Beachbar, als sie plötzlich in der 55. Minute wieder neben uns im Block standen. Wo genau sie waren und was sie gemacht hatten, kann ich immer noch nicht ganz nachvollziehen. Sie selbst vermutlich auch nicht.
Und nun hörte man plötzlich nach einer kleinen Ewigkeit die Stimme von Grantel-Berti wieder bezüglich seiner „Lieblinge“ Brecko und Schorch. „Oh, Berti ist auch noch da“, bemerkte Mayo. Berti ließ kein gutes Haar an den Leistungen von Brecko und Schorch und verglich die beiden mit der D-Jugend vom FC Fortuna Ochtrup 07 (oder wie auch immer euer Hausclub heißen mag). „Wenns nach dir und deiner Kritik gehen würde, dann würden beim FC immer nur maximal 6 Spieler auflaufen“, so Mayo. Und nun begann eine interessante Diskussion. Die Spielanalysen, Kritiken und Lobhuldigungen aus unseren Reihen waren DSF-reif und wir könnten locker die sonntägliche DSF-Doppelpass-Krombacherrunde alleine füllen und gestalten. Kompetent und trinkfest genug dafür wären wir allemal. Den allwissenden Udo Lattek würden wir auf jeden Fall unter den Tisch reden und saufen! Apropos Udo Lattek, unser Udo-Fan André wurde mehrfach von mir oder Frauke zwischendurch angesprochen, reagierte aber nie. „Vergiss es, der befindet sich mal wieder in seiner Fußballwelt. Der hat wieder den typischen Tunnelblick drauf“, erklärte Frauke.
Nach dem 1:4 beschäftigten sich die Ochtruper nicht mehr mit dem Spiel und dem möglichen Endergebnis, sondern mit der ungeheuer wichtigen Frage: „Mäcces auf der Aachener Straße oder Burger King am Rasthof Oligser Heide?“ 15 Minuten vor Schluss leerte sich etappenweise unser Block und auch die EAR und Ochtrup entschwanden nach und nach einer nach dem anderen aus dem Block. Lediglich Mrs. President schwenkte noch einsam und verlassen ihren Schal und vertrat die EAR bis zum Schluss. Als ich dann 1 Minute vor Schluss auch das Stadion verließ, sah ich, dass ich doch nicht ganz alleine auf verlorenem Posten war, sondern dass es noch einen weiteren letzten tapferen Krieger aus unseren Reihen gab: Matthias saß ganz alleine und fröstelnd in seiner weißen Daunenjacke auf seinem Platz und hielt tapfer bis ganz zum Schluss durch. Respekt! Vielleicht war er auch auf seinem Sitz fest gefroren.
Auf dem Rückweg fing es dann heftig an zu schneien. Es fielen dabei mindestens so viele Schneeflocken wie Gegentore in Köln – und beides kann ich langsam nicht mehr sehen! Und eine Woche lang bekam ich ständig die Frage gestellt: “Na Astrid, möchtest du noch einen (C)Kakao trinken?”

Am 2. April 2010 um 17:20 Uhr
also ich habe auch bis zum Ende das Spiel im Stadion gesehen, habe es nur vorgezogen mir einen schönen Sitzplatz in Höhe der Mittellinie zu suchen. War ja alles leer kurz vor Schluß.
Am 2. April 2010 um 17:29 Uhr
Ach du elitäres Arschloch, bist wohl etwas bessers, wie?
Siehe Leverkusen